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| Offizielle Planung |
Im Rahmen der Integrierten ÖPNV-Planung der Landeshauptstadt München ist u.a. auch vorgesehen, die U-Bahn-Linie 5 vom Laimer Platz über Willibaldstraße und Am Knie
zum Pasinger Bahnhof zu verlängern. Der Endbahnhof käme dabei unter dem derzeit noch freien Gelände zwischen dem Bahnhofsgebäude und den Bahnsteigen zu liegen. Dieses Gelände ist aber auch für die neue Pasinger Nordumgehungsstraße vorgesehen, sodass die Planungen für diese beiden Projekte voneinander abhängig sind.
| Vorteile |
Welche Vorteile böte nun diese Linienverlängerung?
Die hohe Attraktivität sowie die hohe Wertschätzung der U-Bahn in der Bevölkerung und in der Politik führte zur Aufwertung des Stadtteils Pasing durch eine weitere (nach der S-Bahn) schnelle Verbindung ins Stadtzentrum.
Im Falle von Störungen auf der S-Bahn-Stammstrecke könnten die hiervon betroffenenen Fahrgäste auf die U-Bahn ausweichen; die derzeitige Trambahnlinie ist nicht in der Lage, das in diesem Fall auftretende Fahrgastaufkommen zu bewältigen.
| Nachteile |
Diesen Vorteilen stehen aber auch Nachteile gegenüber, sowie einige Punkte, die dieses Projekt in einem anderen Licht erscheinen lassen:
Die Integrierte ÖPNV-Planung prognostiziert ein Fahrgastaufkommen von lediglich 20 000 pro Tag für diese U-Bahn-Linie, während der S-Bahn weiterhin 174 000 Fahrgäste allein zwischen Pasing und Laim verbleiben. Der Grund hierfür ist einleuchtend: Wer aus dem Außenbereich kommend schon in der S-Bahn (oder im StadtExpress) sitzt und in ca. 10 Minuten die Innenstadt erreichen wird, steigt kaum noch in die U-Bahn um, mit der er fast doppelt so lange braucht, wobei zusätzlich noch der Umsteigevorgang, verbunden mit einer Wartezeit, bewältigt werden muss.
Kommt die U-Bahn auf der vorgesehenen Trasse, könnte dies das Ende der Linie 19 in Pasing bedeuten. Eine Verlängerung nach Freiham ist dann ausgeschlossen. Außerdem verschlechtert sich die innere Erschließung von Pasing, da die U-Bahn nur noch zwei Bahnhöfe aufweist, gegenüber fünf Haltestellen der Straßenbahn.
Die Motivation für Planungen und schließlich Investitionen in die dringend notwendige S-Bahn-Südumfahrung (Laim - Heimeranplatz - Poccistraße - Kolumbusplatz - Ostbahnhof) müsste drastisch abnehmen, da nach der Fertigstellung der U-Bahn nach Pasing angeblich eine Entlastungsstrecke für die S-Bahn-Stammstrecke vorhanden wäre.

| Alternativen |
Der VCD hält die U-Bahn-Verlängerung nach Pasing für unnötig und auf der geplanten Trasse für Pasing sogar für schädlich.
Falls sich die Notwendigkeit einer U-Bahn bis Pasing dennoch erweisen sollte, so plädiert der VCD für eine südlichere Trassenführung im Zuge der Silberdistel- / Josef-Retzer-Straße. Der Endbahnhof Pasing käme dann in Nord-Süd-Richtung unter der Bäckerstraße zwischen Landsberger Straße und Pasinger Bahnhof zu liegen. Ein weiterer Bahnhof läge im Bereich Weinberger- / Josef-Retzer-Straße. Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Linie 19 nach Pasing erhalten bleibt, mit dem Ergebnis einer gegenüber heute verbesserten Erschließung Pasings, insbesondere des Südens durch die neue U-Bahn; außerdem würden die beiden Bahnhofsköpfe des Endbahnhofs Pasing die beiden wichtigsten Zentren, nämlich den Pasinger Bahnhof sowie den Bereich Marienplatz / Landsberger Straße / Bäckerstraße direkt erschließen.
Das häufig vorgebrachte Argument einer damit nicht mehr möglichen Verlängerung der U5 über Pasing hinaus Richtung Westkreuz - Neuaubing kann nicht überzeugen, da westlich von Pasing kein U-Bahn-würdiges Fahrgastaufkommen mehr erzielt werden kann.
| Die Trambahn |
Inzwischen hat OB Ude den Vorschlag gemacht, die Trambahnlinie 19 zu erhalten, indem sie auf einer neuen Trasse durch die Weinberger- und Bäckerstraße zum Pasinger Bahnhof geführt wird. Falls die U-Bahn auf der bisher vorgesehenen Trasse trotz ihrer Nachteile und Kosten wirklich gebaut werden sollte, ist das ein sinnvoller Vorschlag. Glaubhaft ist er aber nur dann, wenn die neue Straßenbahn-Trasse vor dem Baubeginn bei der U-Bahn eingerichtet wird, denn Versprechungen dieser Art gelten später oft nicht mehr viel. So ist die Trambahnstrecke zwischen Effnerplatz und Cosimapark Anfang der 80er-Jahre während dem Bau des U-Bahnhofs Arabellapark "vorübergehend" stillgelegt worden und bis heute nicht wieder in Betrieb.
| Weitere Informationen |
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Die Rolle der U-Bahn in München |
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