Nachrüstung der Sicherheitseinrichtungen bei den
Straßentunnels
(28.6.2000) Der gemeinsame Bau- und Kreisverwaltungsausschuss hat am 27. Juni der Planung beziehungsweise der Nachrüstung der Sicherheitseinrichtungen an den bestehenden Straßentunnels in München zugestimmt.
Anlässlich der Brände im Montblanc-Tunnel und im Tauerntunnel und eines Brandes im Candidtunnel beauftragte der Stadtrat das Baureferat im Benehmen mit dem Kreisverwaltungsreferat, ein Sofortprogramm zur Nachrüstung der Sicherheitseinrichtungen nach dem neuesten Stand der Technik zu erarbeiten.
Die Standards für die Sicherheitsanforderungen in Straßentunnels wurden erstmals im Jahre 1985 in den "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunnels" (RABT) festgelegt und in Deutschland eingeführt. In München wurden bereits vor Einführung dieser Richtlinien eigene "Sicherheitsstandards" entwickelt. Deshalb weisen auch die älteren Münchner Tunnels einen Standard auf, der den Ansprüchen dieser Richtlinien weitgehend gerecht wird.
Der Sicherheitsstandard einiger Tunnels liegt sogar deutlich höher.
Um größtmögliche Sicherheit in den Tunnels zu gewährleisten, sollen die Tunnels in einem dreistufigen Plan nunmehr nachgerüstet beziehungsweise entsprechende Planungen hierfür erstellt werden. Als kurzfristige Maßnahme werden in den nächsten Monaten an den Tunnelportalen beziehungsweise den Tunnelwänden Schilder mit dem "Tunnelnamen" angebracht.
Mittelfristig bis Mitte 2001 werden Überfahrten für Rettungsfahrzeuge vor den Tunnelportalen eingerichtet. Ebenso werden Signalquerschnitte für Tunnelsperrungen sowie entsprechende Umleitungsstrecken optimiert. An den Tunnelportalen werden Löschwasseranschlüsse für die Feuerwehr eingerichtet.
Für die längerfristigen Maßnahmen (automatische Brandmeldeeinrichtungen, optische Anzeigen bei Brand, Funkeinrichtungen, Videoüberwachung, Notrufstationen, Einrichtungen für Lautsprecherdurchsagen, Rundfunkaufschaltungen, Optimierung der Lüftersteuerung sowie den eventuellen Einbau von
Mittelwänden, zum Beispiel im Altstadtringtunnel) werden die entsprechenden Planungen durchgeführt. Bezüglich dieser längerfristigen Maßnahmen soll nach Abschluss der Planung im Jahre 2001 die Situation dem Stadtrat erneut vorgetragen werden.
Betroffen sind die Tunnels Leuchtenbergring, Innsbrucker Ring, Candidtunnel, Biedersteintunnel, Landshuter Allee, Trappentreustraße, Altstadtring, Brudermühlstraße, die somit je nach vorhandener Ausstattung mit unterschiedlich hohem Aufwand nachgerüstet werden sollen. Bei dem im Bau befindlichen Petueltunnel werden diese Sicherheitsstandards entsprechend berücksichtigt.
Dieser Text stellt keine Meinungsäußerung des VCD dar, sondern ist ein Zitat aus der Münchner Rathaus-Umschau vom 28. Juni 2000. Bei der Stadt München sind ältere Ausgaben ab dem 20. Dezember 1999 als PDF-Dateien erhältlich. Die wichtigeren Meldungen archivieren auch die Haidhauser Nachrichten (wie bei der Stadt nicht ganz lückenlos, aber im HTML-Format und mit Suchfunktion).