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| Baureferat in eigener Sache: Wasser im Keller durch U-Bahn-Bau |
(23.6.2000) Zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 21./22. Juni "Wasser im Keller durch U-Bahn-Bau" nimmt das Baureferat wie folgt Stellung:
In diesem Artikel wurde erneut über die Auswirkungen des derzeit hohen Grundwasserstandes im Bereich der Salzmesserstraße in Trudering berichtet.
Bekanntlich steigt das Grundwasser im gesamten Stadtgebiet an. Ähnlich hohe oder darüber liegende Grundwasseranstiege gab es bereits in den Jahren 1979 bis 1982, 1967, 1965, 1955 bis 1958 und 1940. Zur Ermittlung der Ursache des hohen Grundwasserstandes in Trudering wurde unter anderem auch schon im Oktober 1979 das Wasserwirtschaftsamt eingeschaltet. Am 1. Oktober 1979 fand deshalb eine gemeinsame Ortsbesichtigung des Wasserwirtschaftsamtes mit Stadträten, dem Amt für Umweltschutz, dem Bezirksausschuss, betroffenen Bürgern und Vertretern der Presse statt.
Das Wasserwirtschaftsamt hat damals unter anderem festgestellt, dass die hohen Grundwasserstände im Bereich Trudering durch die hohen Niederschläge verursacht sind und periodisch auftreten. Gleichzeitig hat das Wasserwirtschaftsamt mitgeteilt, das Grundwasserproblem könne sinnvoll nur dadurch gelöst werden, dass die Keller nachträglich von den einzelnen Hauseigentümern gegen das Grundwasser abgedichtet werden.
Seit 1998 steigt der Grundwasserspiegel erneut an und hat nunmehr im gesamten Stadtgebiet die Höhe der Jahre 1979 bis 1982 erreicht. Die seinerzeitigen Grundwasserprobleme treten wieder auf.
Das Baureferat führt mit den vom Grundwasser betroffenen Bürger, dem Bezirksausschuss und Stadträten (siehe auch Rathaus Umschau vom 15. Juni 2000) Korrespondenz. So wurden dem im SZ-Artikel vom 21./22. Juni erwähnten Herbert Hecht im Mai und Juni mehrfach von ihm erbetene Unterlagen zugesandt.
Wie bereits in der Rathaus Umschau vom 15. Juni ausgeführt und in der Süddeutschen Zeitung vom 16. Juni berichtet, ist der Grundwasseranstieg so wie in der Vergangenheit ein natürliches Ereignis und nicht durch die U-Bahn-Bauwerke verursacht. Nur in einem Teilbereich, in dem sich allerdings nicht das Gebäude des Herrn Hecht befindet, verursachen die im Boden verbliebenen Dichtwandbereiche eine geringe Erhöhung des natürlichen Grundwasserstandes um bis zu 30 Zentimeter. Dieser Grundwasserstand liegt innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite und noch etwa 2 Meter unter dem Hochwasserstand von 1940.
Für diesen Bereich plant das Baureferat zurzeit unter Einschaltung eines unabhängigen Gutachters Abhilfemaßnahmen.
Eine Grundwasserabsenkung während des U-Bahn-Baues, wie es in dem Artikel behauptet wird, hat nicht stattgefunden. Der seinerzeitige Grundwasserstand lag rund einen Meter tiefer als der heutige.
Dieser Text stellt keine Meinungsäußerung des VCD dar, sondern ist ein Zitat aus der Münchner Rathaus-Umschau vom 23. Juni 2000.
Bei der Stadt München sind ältere Ausgaben ab dem 20. Dezember 1999 als PDF-Dateien erhältlich. Die wichtigeren Meldungen archivieren auch die Haidhauser Nachrichten (wie bei der Stadt nicht ganz lückenlos, aber im HTML-Format und mit Suchfunktion).
| Weitere Informationen |
| Baureferat in eigener Sache: Wasser in den Kellerräumen der Salzmesserstraße |
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