(28.4.2000) Die
mehr als 100 000 Alleebäume, verteilt auf über 700 Kilometer Länge im Münchner Straßennetz, produzieren Sauerstoff, wirken wie große Staubfilter, spenden Schatten, reduzieren die Aufheizung und bereichern nicht zuletzt das Stadtbild. Leider müssen die Stadtgärtner immer häufiger feststellen, dass die Lebensgrundlage der Bäume, die schmalen Pflanzstreifen entlang der Straßen, mit Fahrzeugen befahren und beparkt werden, wodurch den Bäumen gravierende und langfristige Schäden zugefügt werden.
Die Lebensbedingungen von Stadtbäumen sind im Vergleich zu ihren natürlichen Standorten in Wald und Flur erheblich schlechter und härter. Straßenbäumen steht ähnlich wie in einem Blumentopf nur ein sehr eingeengter Wurzelraum zur Verfügung. Durch Befahren und Beparken wird der Boden stark verdichtet und damit die lebensnotwendige Luft- und Wasserzufuhr erheblich gestört. Die Existenzgrundlage der Bäume verschlechtert sich dramatisch. Sie verlieren an Vitalität, werden krankheits-und schädlingsanfälliger. Die Folge
ist ein frühes Absterben.
Die Stadtgärtner appellieren deshalb im Interesse aller Münchner Bürgerinnen und Bürger an das Umweltbewusstsein der Autofahrer, trotz Parkplatznot die Baumpflanzstreifen nicht zu befahren und zu beparken. Sie leisten damit einen Beitrag für eine grüne und attraktive Stadt München, der allen ihren Bürgerinnen und Bürgern und den vielen Touristen zugute kommt.
Dieser Text stellt keine Meinungsäußerung des VCD dar, sondern ist ein Zitat aus der Münchner Rathaus-Umschau vom 28. April 2000. Bei der Stadt München sind ältere Ausgaben ab dem
20. Dezember 1999 als PDF-Dateien erhältlich. Die wichtigeren Meldungen archivieren auch die Haidhauser Nachrichten (wie bei der Stadt nicht ganz lückenlos, aber im HTML-Format und mit Suchfunktion).