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| Gutachterverfahren Birketweg |
(24.3.2000) Vier Planungsgemeinschaften aus Städtebauern, Freiraum- und Verkehrsplanern der 1. Wettbewerbsstufe haben mit der Konkurrenz ihre Entwürfe für den Bereich Birketweg / Postareal überarbeitet.
Unter Vorsitz von Professor Fingerhuth aus Basel hat das Obergutachtergremium am 17. März eine eindeutige Empfehlung ausgesprochen:
Das Konzept der französisch/deutschen Architekten- und Planergemeinschaft LAB FAC - Finn Geipel und Nicolas Michelin - Architekten/Stadtplaner, Paris, mit L'AUC - Architekten/Stadtplaner, Paris, Ursula Kurz - Landschaftsplanerin, Villette und SSP Consult GmbH - Verkehrsplanung soll bei den weiteren Planungen zugrunde gelegt werden.
Wesentliche Aufgabenstellung war, eine qualitätsvolle Quartiersergänzung in Neuhausen für den Bereich Birketweg / Postareal zu erreichen und dabei die Voraussetzung für die Errichtung eines neuen S-Bahn-Haltepunktes an der Friedenheimer Brücke zu schaffen. Dies bedeutet, dass etwa 10 000 Einwohner und Arbeitsplätze im 600-Meter-Einzugsbereich des S-Bahn-Haltepunktes angesiedelt werden müssen.
Die für die Weiterbearbeitung empfohlene Arbeit löst dies
durch hohe städtebauliche Dichte entlang der Wilhelm-Hale-Straße und
ein Ensemble von 5 Bürohochhäusern am S-Bahn-Haltepunkt Friedenheimer Brücke.
Mit dieser Zeichensetzung wird auch auf die großmaßstäblichen Gebäude wie das ICE-Betriebswerk, die Paketposthalle und künftig auch ein City-Logistik-Zentrum am Birketweg Ost reagiert. Das Gutachtergremium sah in dieser Lösung die einzig angemessene Antwort auf die städtebaulichen Herausforderungen der Umgebung. Die Qualität der öffentlichen Räume am neu formulierten Brückenkopf der Friedenheimer Brücke bedarf nach den Empfehlungen der Fachgutachter noch einer besonders sorgfältigen und qualitätsvollen weiteren Ausarbeitung.
Die Stadteinfahrt erfährt durch die gegenüber den anderen Quartieren andersartige Interpretation der Stadtkante entlang der Bahn eine deutliche Kontrastierung, die auch zur Erlebnisvielfalt und individuellen Adressenbildung beitragen soll.
Das städtebauliche Konzept dieser Arbeit bietet aber auch sehr differenzierte Wohnungsangebote, unter anderem
auf dem Postgelände westlich der Schäfflerstraße als "Stadthäuser"
als neue Stadtkante entlang der Bahn am Birketweg West sowie
am Südrand des Hirschgartens als "Familienhäuser" mit geringerer Dichte.
Hiermit können Wohnungsangebote für unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft geschaffen werden. Die Arbeit zeichnet sich durch eine größere Vielfalt der Wohnungs- und Arbeitsplatzangebote gegenüber den anderen Arbeiten aus.
Ein weiterer Pluspunkt des Entwurfes ist eine kräftige, extensiv bepflanzte und robuste Grünverbindung entlang der Bahn.
Die gewünschte Hirschgartenerweiterung muss bei der weiteren Überarbeitung eine angemessene Ausdehnung finden. Dies war eine der Empfehlungen nicht nur der Fachgutachter, sondern insbesondere auch der Mitglieder des Bezirksausschusses Neuhausen.
Der Öffentlichkeit werden die Arbeiten vom 2. Mai bis 16. Juni im Rahmen der Ausstellungen zur Flächennutzungsplan-Änderung für die zentralen Bahnflächen, unter anderem im Projektbüro Münchner Adressen und im Foyer des PlanTreff in der Blumenstraße 31, vorgestellt. Auch im Rahmen von Erörterungsveranstaltungen in Neuhausen / Nymphenburg am 29. Mai im Trafo-Haus in der Nymphenburger Straße 171 wird es Gelegenheit geben, sich zu den Entwürfen zu äußern, im Sinne von Empfehlungen für die weitere Bauleitplanung. Bis dahin werden Informationsmaterialien wie Broschüren, Faltblätter etc. für die Öffentlichkeit aufbereitet und auch in den Stadtteilbibliotheken zur Verfügung gestellt.
Dieser Text stellt keine Meinungsäußerung des VCD dar, sondern ist ein Zitat aus der Münchner Rathaus-Umschau vom 24. März 2000.
Bei der Stadt München sind ältere Ausgaben ab dem 20. Dezember 1999 als PDF-Dateien erhältlich. Die wichtigeren Meldungen archivieren auch die Haidhauser Nachrichten (wie bei der Stadt nicht ganz lückenlos, aber im HTML-Format und mit Suchfunktion).
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