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Erfolge und Errungenschaften des VCD

Dank unermüdlicher Lobbyarbeit und hartnäckigem Einsatz kann der kleine VCD auf eine erstaunliche Liste erreichter Ziele blicken:

Die BahnCard

Seit seiner Gründung forderte der VCD einen Ermäßigungspass für Vielfahrer. Wie vom VCD prognostiziert, geben die meisten BahnCard-Inhaber mehr Geld für Bahnfahrten aus als zuvor. Somit profitieren Bahn und Kunden (Neudeutsch: Win-Win-Situation).

Die LKW-Maut

Zermürbung und Verschleiß der Straßen werden in erster Linie vom Schwerverkehr verursacht. Auch Frostschäden sind die Folge kleiner und kleinster Risse. Die Maut ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Kostenwahrheit für LKW-Transporte. Sie bringt mehr Massengüter auf Schiff und Bahn, verringert unsinnige Transporte und entlastet somit die Straßen.

Die Schlichtungsstelle Mobilität

Von Dezember 2004 bis November 2009 vermittelte die Schlichtungsstelle Mobilität zwischen Reisenden und Verkehrsunternehmen, wenn es Probleme im Zusammenhang mit einer Fernverkehrsreise gab. Dieses Projekt wurde vom VCD betrieben und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. 2009 hat die damalige schwarz-rote Regierung diese Schlichtungsstelle liquidiert: Streitfälle darf die Bahn seither selbst schlichten (lol).

Protestaktion gegen die umweltfeindliche "Abwrackprämie"

Im Winter 2008/2009 ruft der VCD dazu auf, Abwrackprämien für Fahrräder zu beantragen, als Protest gegen die umweltpolitisch völlig verfehlte Subventionierung neuer Autos. Hanna Gersmann schreibt hierüber in der taz.

Die Luftverkehrsabgabe (Flugticketsteuer)

... ist ein erster Schritt zur Kostengerechtigkeit im Verkehr und zu einem fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsmitteln.

Verbesserungen für den künftigen Stuttgarter Bahnhof durchgesetzt

Ehrenamtliche im VCD Baden-Württemberg haben seit über 10 Jahren die Arbeit der hauptberuflichen Planer am Projekt Stuttgart 21 verfolgt, auf Schwachstellen und Engpässe hingewiesen und unhaltbare Versprechungen widerlegt. Gleichzeitig wurden detaillierte Vorschläge zur Ertüchtigung der vorhandenen Anlagen erarbeitet, einschließlich eines schlüssigen Fahrplan-Konzepts (Kopfbahnhof 21).

Kritik und Alternativen wurden bislang von Bahn und Regierung beiseite gewischt. Im legendären Schlichtungsverfahren im Herbst 2010 leuchteten die dargelegten Knackpunkte sogar dem "erklärten Laien" Dr. Heiner Geißler ein. Ohne die von Herrn Geißler geforderten Nachbesserungen "Stuttgart 21 plus" gerät der Tiefbahnhof zum Desaster.

Stresstest für Stuttgart 21

Der VCD forderte als erster den Nachweis der Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 durch eine ingenieurmäßige Computersimulation. Unter der Bezeichnung "Stresstest" ist diese Forderung in den Schlichterspruch von Heiner Geißler eingeflossen.

Bahn verzichtet ein Jahr auf Preiserhöhungen im Fernverkehr

Wegen der Pannenserie im Sommer 2010 (u.a. Ausfälle von Klimaanlagen) haben der VCD und andere Fahrgastverbände die Bahn aufgefordert, auf die für Dezember 2010 geplante Preiserhöhung zu verzichten. Die Bahn hat teilweise nachgegeben und behält die Preise im Fernverkehr bei; leider erhöht sie aber die Preise für 90% der Fahrgäste, im Nahverkehr (wohl weil die Regionalzüge sowieso keine Klimaanlagen haben).

 

Diese Erfolge konnten nur durch das immense Engagement von ehrenamtlichem und bezahltem Personal, aber auch erheblichen Einsatz von Sachmitteln erreicht werden.

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